Causa Draxler: Allofs schafft Klarheit

By | Sep 2, 2016
Klaus Allofs hat einen stressigen Sommer hinter sich. Acht Neuzugänge hat der Manager des VfL Wolfsburg in der vergangenen Transferperiode verpflichtet. Dem gegenüber stehen fünf Abgänge. Wenn es nach Julian Draxler geht, wären es sechs gewesen. Der Weltmeister von 2014 drängte auf einen Abschied aus der Autostadt. Allofs schob dem Abgang jedoch schnell und entschlossen den Riegel vor.

Im Interview mit der ‚Bild‘ erläutert der Manager die Hintergründe des Wechseltheaters. Auf die Frage, warum er Draxler den Transfer verweigerte, obwohl er vor einem Jahr trotz ähnlicher Aussagen Kevin de Bruyne ziehen ließ, antwortet Allofs: „Es gibt mehrere Unterschiede. Julian ist noch nicht so lange da, wie Kevin es damals war. Die sportliche Situation war auch eine andere. Um das auch ganz konkret zu sagen: Es hat kein Angebot für Julian gegeben. Bei Kevin de Bruyne war das anders. Da gab es von Anfang an ganz konkrete Angebote, mit denen wir uns auseinandergesetzt haben.

Obwohl kein konkretes Angebot vorlag, hatte Draxler in einem Interview offen verkündet, dass er die Wolfsburger verlassen will. Das Veto des Vereins will Allofs nicht als Machtdemonstration verstanden wissen: „Das war eine Klarstellung. Die aber in dieser Form nicht respektiert worden ist. Anders kann ich mir nicht erklären, dass bis zur letzten Sekunde darüber in den Medien geschrieben wurde, dass wir darüber nachgedacht hätten, ihn abzugeben.

PSG-Angebot nur ein Gerücht

In den letzten Tagen der Transferperiode wurde berichtet, dass Paris St. Germain ein Angebot über 75 Millionen Euro abgegeben habe. Wolfsburg soll zu diesem Zeitpunkt über einen Verkauf nachgedacht haben. „Es gab kein 75-Millionen-Angebot für Julian Draxler. Aber selbst wenn es das gegeben hätte, hätte das bei uns zu keiner Beratung geführt“, stellt Allofs klar.

Nun, da der Transfermarkt seine Pforten geschlossen hat, wollen sich die Wolfsburger wieder voll auf das Sportliche konzentrieren. Gegenüber Draxler hegt Allofs keinen Groll: „Er ist unser Spieler und das vertraglich auch noch für eine lange Zeit. Ich habe sogar Verständnis dafür, dass er diesen Gedanken hat, international spielen zu wollen. Die Aktion war für uns nicht toll und für ihn auch nicht. Das ist aber alles geklärt.“ Draxlers Vertrag läuft noch bis 2020. Dass er diesen erfüllen wird, ist nach aktuellem Stand nahezu unmöglich.

Source: fussballtransfers.com

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