Arsenal 2017: Krisenalarm

By | Mai 2, 2017

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Wie schlimm steht es um Arsenal wirklich?

Der Arsenal Football Club, hierzulande besser bekannt als Arsenal London, ist ein Verein, welcher mittlerweile Kultstatus erreicht hat. Unzählige Spiele, Siege und Niederlagen – viele Fans stehen ihrem Verein seit Jahrzehnten treu zur Seite. Schließlich hat er seit seinem Gründungsjahr 1886 eine lange Tradition hervorzuweisen! Doch seit der letzten Saison kommt es eher zu bescheidenen Ergebnissen.

Man braucht nicht lang um den heißen Brei herumzureden – Arsenal war eher durch seine unterdurchschnittlichen Leistungen Gesprächsthema. Zuletzt katapultierte Bayern München den Arsenal am 15. Februar mit einem 5:1 Sieg ins Aus. Warum jedoch war dies so? Um dieser Frage nachzugehen, hilft es, die genaueren Umstände der Mannschaft einmal unter die Lupe zu nehmen.

Wie steht es um den Trainer Arsène Wenger?

Er ist das Herz einer jeden Fußballmannschaft: Der Trainer. Im Fall von Arsenal ist dies zurzeit der Franzose Arsène Wenger, 67 Jahre alt. Seit 1997 ist er im Amt und sollte sein Handwerk eigentlich beherrschen – denkt man zumindest. Stattdessen gerät er aber immer weiter ins Kreuzfeuer, viele Fans wollen einen neuen Trainer sehen. Der Grund: Viele seiner Entscheidungen sind subjektiv nicht immer nachvollziehbar.

Schließlich muss es einen Grund haben, dass Arsenal seit 13 Jahren keinen Titel mehr geholt hat. Es zeigt sich ein wiederholtes Schauspiel: Am Anfang der Saison hat man gute Leistungen, motivierte Spieler und ein starkes Team. Dann jedoch neigt Wenger dazu, Spieler scheinbar wahllos auf die Bank zu schicken- letztlich war das zu beobachten beim 1:3 gegen Chelsea und1:2 gegen Watford. Laut dem BBC, welches ein Interview mit Ex-Arsenal-Torjäger Ian Wright geführt hat, “wirke er müde, als habe er keine wirkliche Lust mehr auf das Amt”. Somit ergibt sich eine Art verzweifelte Apathie, die bei der gesamten Mannschaft zu beobachten ist.
Außerdem gilt Wenger seit der Sperre am 27.01.2017 als regelrechte Skandalnudel. Kurze Erinnerung: Nach der Niederlage gegen Burnley war zu beobachten, wie er den vierten Offizier geschubst und beleidigt hat. Der Fußballverband FA entschied, dass das eine sofortige Sperre für vier Spiele zur Folge haben soll – absolut zurecht. Anhand von Aktionen und Aussagen wie dieser lässt sich also vermuten, dass Wenger womöglich nicht mehr der richtige Mann für den Job ist. An Rücktritt ist allerdings – momentan – nicht für ihn zu denken. Schließlich läuft sein Vertrag auch erst 2020 aus – und er selbst macht noch keine Anstalten. Ob aus Trotz oder aus Optimismus, ist noch unklar.

Arsène Wenger photo

Spielerzusammensetzung und Transfers

Verglichen mit den anderen Top Teams hat sich Arsenal leider die schlechtesten Transfers auf dem Markt geholt. Arsenal ist zurzeit einfach nicht breit genug besetzt, um mit der internationalen Konkurrenz bei den Top Spielen mitzuhalten. So bringt zum Beispiel Pogba nicht halb soviel Leistung auf derselben Position wie Xhaka, wenn man beide Spieler direkt vergleicht.

Außerdem scheint die Mannschaft, was die komplette Struktur angeht, nicht richtig aufgestellt zu sein: Siehe die Einwechslung Gabriels im Spiel gegen Bayern – drei Verteidiger, trotzdem hat die Defensive komplett die Struktur ohne Koscielny verloren. Abgesehen von Sanchez sind die vermeintlichen Top Spieler, die zurzeit für den Verein kicken, wie Xhaka, Özil oder Giroud viel zu inkonstant.

Das macht sich insbesondere gegen stärkere Teams bemerkbar, wo die einzelnen Spieler komplett abtauchen und keine Top Leistungen, die eigentlich von ihnen erwartet werden, erbringen. Dadurch entsteht ein grundlegendes Defizit an Selbstvertrauen, was sich ebenfalls auf die gesamte Mannschaft auswirkt. Es bräuchte frischen Neuzugang, der revolutionäre Ergebnisse für den Verein erspielt. So würde sich wieder etwas mehr Selbstbewusstsein für die gesamte Mannschaft formen.

Verletzungspech

Kürzlich wurde ein schwerer Schock bekannt gegeben: Routinier Cazorla, der 32jährige Mittelfeldspieler, wird diese Saison verletzungsbedingt nicht mehr teilnehmen können. Grund dafür, so wird angegeben, sei eine Verletzung am Knöchel, welche nur schwer auszukurieren sei. Cazorla fiel deswegen bereits seit Ende Oktober aus – und hinterließ ein deutliches Loch in der Mannschaft. So hat er sich in der Vergangenheit mehrfach als das “Puzzlestück” zwischen Abwehr und Angriff erwiesen. Manche Fans gehen sogar so weit, zu sagen, dass das der “Worst Case” für das Team sei.

Fazit

Es scheint momentan tatsächlich nicht ganz rund für den Arsenal zu laufen – Grund dafür sind die personellen Strukturen. Angefangen beim Trainer und weitergehend zur Spielerbesetzung. Es wirkt alles ein wenig wie eine Gruppe, bei der die Unentschlossenheit überwiegt. Die Frage ist: Soll man weiter machen wie zuvor? Energie und Potential stattdessen in die Investition neuer Transfers legen?

Wer, wenn nicht Wenger, könnte ein würdiger Trainer für die kommenden Saisons werden? Diese Fragen stehen bislang offen und das hemmt die Dynamik. DIe Zukunft wird zeigen, ob sich der Arsenal noch einmal berappeln kann – denn Potential hat der Verein mit der langen Geschichte ja auf jeden Fall.

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